User Experience: Was Du über die „UX“ Deines Shops wissen solltest!

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2023

Wer heutzutage eine Website betreibt, sollte sich früher oder später auch mit der sogenannten „User Experience“ (UX) und dem „User Experience Design“ (UX-Design) beschäftigen. Um den Kunden ein ideales Einkaufserlebnis zu ermöglichen, sowie, um sich auf dem Markt von der Konkurrenz abzuheben, ergibt es natürlich Sinn, sich so früh wie möglich um die Themen User Experience und User Experience Design zu kümmern.

Damit Du einen Überblick über dieses Thema bekommst, beschäftigen wir uns in diesem Blogartikel mit der Frage, was die User Experience eigentlich ist und wieso sie entscheidend zum Erfolg Deines Onlineshops beitragen kann.

„UX“, „UXD“ und „UI“: Das steckt hinter den populären Abkürzungen

Bevor Du die Prinzipien des User Experience Designs in Deinem Shop umsetzten kannst, ist es zunächst einmal wichtig, zu verstehen, was sich hinter den einzelnen Begriffen überhaupt im Einzelnen verbirgt:

Die User Experience (UX)

Der Begriff „User Experience“ bezieht sich ganz allgemein erstmal auf die Erfahrungen, die Menschen mit einem bestimmten Produkt machen. Auf Deutsch könnte man User Experience also mit „Nutzererfahrung“ oder „Benutzererlebnis“ übersetzen. Im Fall von Onlineshops bezeichnet die User Experience also das Nutzungserlebnis eines Users mit einer bestimmten Website.

Die UX umfasst dabei prinzipiell alle Aspekte, die Teil des Nutzererlebnisses sind bzw. sein können. Egal ob Optik, Haptik oder Interaktion: all diese Elemente sind Teil der UX. Zudem bezieht der breite Ansatz der UX auch weitere Elemente wie die Emotionen und Gedanken der Nutzer mit ein. Es geht also tatsächlich um das allumfassende Nutzungserlebnis.

Die Usability

Ein Element der User Experience, das oft mit der User Experience verwechselt wird, ist die sogenannte Usability. Doch bei der Usability handelt es sich laut der DIN-EN-ISO 9241-11 vielmehr um die „Gebrauchstauglichkeit“ eines Produkts.

Im Fokus der Usability steht also primär die Frage, ob ein Produkt von seinem Benutzer so genutzt werden kann, dass dieser sein jeweiliges Ziel effektiv, effizient und zufriedenstellend erreichen kann. Diese Aspekte spielen zwar in den breiteren Ansatz der User Experience rein, sind aber nur ein Teil davon.

Das User Interface (UI)

Einer der Bestandteile, um den sich die User Experience bei Websites und Softwares konzentriert, ist das sogenannte „User Interface“ (UI) bzw. die Benutzeroberfläche.

Die Benutzeroberfläche ist bei digitalen Produkten der primäre Ort der Mensch-Computer-Interaktion: Hier kommt es zum primären Kontakt des Nutzers mit dem Produkt. Entsprechend wichtig ist es auch für die User Experience eines Produkts, dass die Benutzeroberfläche bestmöglich gestaltet ist.

Das User Experience Design (UXD)

Der Begriff „User Experience Design“ lässt sich als „Benutzererfahrungsgestaltung“ in das Deutsche übersetzen und meint den Designprozess, mit dem UX-Designer versuchen, eine ideale User Experience für ein Produkt herzustellen.

Dieser Prozess sieht je nach Produkt natürlich ganz unterschiedlich aus. Im Hinblick auf eine Website oder einen Shop könnte dieser Prozess zum Beispiel bei der Analyse der bisherigen Nutzung einer Seite ansetzen und über eine Planungs-, Konzeptions- und Umsetzungsphase zu einer besseren User Experience führen.

Der Mehrwert: Warum eine gute User Experience für Deine Website von Vorteil ist

Selbstverständlich ist die Gestaltung einer Website aufwändiger, wenn man dabei nicht nur die Bedürfnisse des Unternehmens, sondern auch verstärkt die Wahrnehmungen und Nutzungserlebnisse der User berücksichtigt.

Warum es sich lohnt, in ein gutes User-Experience-Design zu investieren, haben wir unten anhand von einigen zentralen Elementen der UX aufgeführt:

  1. Die Usability

Ein bereits angesprochenes und zentrales Element der UX ist die Usability. Für die Nutzer einer Website ist es von enormer Bedeutung, dass sie sich intuitiv und schnell über die verschiedenen Unterseiten einer Website oder eines Shops navigieren können. Längeres Suchen nach dem Button für den nächsten Schritt oder eine unübersichtliche Darstellung der Informationen können das Erlebnis der Nutzer schnell negativ beeinflussen und zu Reaktionen wie dem Verlassen einer Website führen.

Stell Dir zum Beispiel vor, Du findest den Button „zum Warenkorb“ nicht, weil er an einer unüblichen Stelle eingebaut wurde oder das Navigationsmenü eines Shops ist für Dich auch nach längerem Nachdenken nicht nachvollziehbar. In solchen Situationen kann das Vertrauen der Nutzer in den Shop nachlassen und sie verlassen im schlimmsten Fall die Seite.

Um Deinen Usern eine effektive, effiziente und zielführende Nutzung Deiner Website zu ermöglichen, kommt es also insbesondere auch auf das User Interface Design (UI-Design) an.

2. Die verständliche Gestaltung von Informationen

Ein weiterer Teil der UX, der ebenfalls zu einer positiven Erfahrung mit einem bestimmten Produkt beiträgt, ist die Gestaltung der Informationen, die auf einer Website dargestellt werden. Das betrifft sowohl die Darstellung der Informationen im Sinne von Strukturierung und Textformatierung, als auch die Formulierung der Informationen. Selbstverständlich sollten die Informationen durch Überschriften, Absätze und weitere Elemente wie Aufzählungen und unterstützende Grafiken übersichtlich dargestellt werden.

Je nachdem, in welchem Kontext User auf der Suche nach Informationen sind, erwarten sie jedoch auch inhaltlich verschiedene Darstellungsformen. Ein User, der Onlineshopping für Mode betreibt, ist sicherlich dankbar über kurze und nachvollziehbare Informationen, benötigt aber überwiegend Bilder und eher weniger schriftliche Ausführungen. Ein User, der hingegen Medikamente online bestellen möchte, wird deutlich mehr schriftliche Informationen zu den möglichen Produkten, ihren Wirkungen und Nebenwirkungen erwarten. Natürlich sollten auch hier die Informationen so formuliert sein, dass der User sie gut nachvollziehen kann.

3. Die ansprechende Gestaltung

Zur User Experience gehören auch die Wahrnehmungen, die ein User während des Besuchs auf einer Website macht. Entsprechend sollte eine Website auch ästhetisch so gestaltet sein, dass sie zum Verweilen und Wohlfühlen einlädt. Das lässt sich insbesondere bei Onlineshops beispielsweise durch ein unaufdringliches, aber freundliches Design realisieren.

Nimmt man all diese Elemente zusammen, ergibt sich der zentrale Punkt der User Experience: Du solltest Deine Seite so gestalten, dass die User das Gefühl bekommen, ihr Ziel durch den Aufbau Deiner Seite schnell und problemlos zu erreichen. Auch sollen sie sich durch Deine Seite gut informiert und in ihren Bedürfnissen verstanden fühlen, damit letztendlich mehr zufriedene und wiederkehrende Kunden für Deine Seite gewonnen werden konnte. Das ist gerade in der heutigen Zeit, in der der Online-Markt für die meisten Produkte und Dienstleistungen stark umkämpft ist, besonders wichtig.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du die User Experience Deiner Website verbessern kannst, steht Dir Visionz als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

5 Fragen – 5 Antworten: Rund um die User Experience (UX)

Zum Abschluss dieses Blogbeitrags wollen wir noch auf einige Fragen zum Thema User Experience eingehen:

1) Was ist die Definition von „User Experience“?

Der Begriff „User Experience“ ist in der DIN-EN-ISO 9241-210 definiert. Demnach handelt es sich bei der User Experience um „die Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/oder der erwarteten Benutzung eines Produkts, eines Systems oder einer Dienstleistung resultieren […] [und] umfasst alle Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben“ (DIN-EN-ISO 9241-210). 

2) Was ist der Unterschied zwischen User Experience und Usability?

Bei der Usability geht es im Wesentlichen um die Benutzbarkeit eines Produkts. Der Ansatz der User Experience umfasst zwar auch den Bereich der Usability, geht jedoch weit darüber hinaus und berücksichtigt neben der Benutzbarkeit noch verschiedene andere Faktoren des Nutzungserlebnisses eines Produkts.

3) Ist User Experience ein anderes Wort für Benutzerfreundlichkeit?

Der Begriff „Benutzerfreundlichkeit“ wird umgangssprachlich oftmals als Synonym für die Gebrauchstauglichkeit oder die Usability verwendet. Er ist aber kein Synonym für die User Experience.

4) Warum ist die User Experience ein „human centered design“?

Die User Experience wird oft als menschenzentrierter Ansatz bzw. als „human centered design“ beschreiben. Gemeint ist damit im Wesentlichen, dass der Fokus bei der Gestaltung einer Website auf der Nutzung durch den Menschen liegt. Das bedeutet u. a., dass nicht nur der reine Interaktionszeitraum, sondern auch die Erwartungen, Emotionen und Erinnerungen der Nutzer an ein Produkt bei der Gestaltung dieses Produkts berücksichtigt werden.

5) Wo finde ich Experten für User Experience Design?

Es gibt viele Firmen, die Dienstleistungen im Bereich der User Experience anbieten. So findest Du bei Bedarf im Internet zum Beispiel sogenannte UX Designer, UX Writer, UI Designer oder UX Researcher. Hinter all diesen Begriffen stehen Menschen, die Dir ihre Dienstleistungen zur Gestaltung einer idealen User Experience anbieten.

Gerne kannst Du Dich aber auch an die Experten von Visionz wenden, die sich ebenfalls intensiv mit all den Themen rund um die User Experience beschäftigen und Dich gerne bei der optimalen Gestaltung Deiner Website unterstützen.

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