Wie Du eine effektive Google Ads Kampagne erstellst

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2023

Du möchtest online mit Deinem Business durchstarten und über Google Werbung schalten, weißt aber noch nicht wie? Kein Problem! In diesem Ratgeber erklären wir Dir Schritt für Schritt, wie Du ganz einfach Deine erste, effektive Google Ads Kampagne aufsetzen kannst. Wenn Du am Ende merkst, Du überlässt das doch lieber den Profis, dann kontaktiere uns jetzt!

Was sind Google Ads?

Bestimmt ist Dir schon einmal aufgefallen, dass wenn Du bei Google nach einem Produkt suchst, die ersten Ergebnisse oft große Unternehmen sind. Dies liegt daran, dass diese Unternehmen meist im großen Stil Google Ads schalten, um mehr Kunden auf ihre Landing-Page oder Produktseiten zu locken. Auch bei den Produkten in der Sektion „Shopping“ handelt es sich bei den ersten Ergebnissen größtenteils um bezahlte Google Ads Kampagnen.

Die gesponserten Suchergebnisse, welche angezeigt werden bei dem Keyword "schuhe kaufen". Zu sehen sind Nike, AboutYou, Deichmann und Zalando

Google Ads ist ein Online-Werbeprogramm von Google, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Produkte oder Dienstleistungen über das Google-Netzwerk zu bewerben. Es wurde im Jahr 2000 unter dem Namen Google AdWords eingeführt und ist seitdem zu einem der beliebtesten Werbeprogramme der Welt geworden.

Das Google-Netzwerk umfasst die Google-Suchmaschine, Google Maps, YouTube und eine Vielzahl von Partnerwebsites, die Anzeigen von Google Ads schalten. Unternehmen können aus verschiedenen Anzeigenformaten wie Textanzeigen, Display-Anzeigen, Video-Anzeigen und App-Anzeigen wählen, um ihre Zielgruppe effektiv anzusprechen.

Wie funktionieren Google Ads?

Google Ads funktioniert auf der Grundlage von Geboten, mit denen Unternehmen auf bestimmte Keywords bieten, um ihre Anzeigen bei Google-Suchanfragen oder auf Websites, die Google-Anzeigen schalten, zu platzieren. Die Anzeigen werden basierend auf dem Suchverhalten des Benutzers und anderen Faktoren wie der Relevanz der Anzeige und der Qualität der Website ausgewählt.

Wenn ein Benutzer eine Suchanfrage bei Google eingibt, durchsucht das Google-System die Datenbank von Google Ads-Anzeigen und wählt die relevantesten Anzeigen aus, um auf der Suchergebnisseite angezeigt zu werden.

Die Positionierung der Anzeigen auf der Suchergebnisseite (SERP) erfolgt auf der Grundlage der Gebote und dem sogenannten Qualitätsfaktor. Der Qualitätsfaktor basiert auf verschiedenen Faktoren wie der Relevanz der Anzeige, der Qualität der Zielseite und der Leistung Ihrer Anzeigen in der Vergangenheit. Durch die Verbesserung des Qualitätsfaktors können Unternehmen ihre Anzeigenposition und -leistung verbessern.

Was kostet es, eine Google Ad zu schalten?

Die Kosten für das Werben per Google Ads können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist das Gebot, das Unternehmen auf bestimmte Keywords legen, um ihre Anzeigen auf der Suchergebnisseite oder auf Partnerwebsites zu platzieren. Je höher das Gebot, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Anzeige auf der Suchergebnisseite ganz oben angezeigt wird.

Verschiedene Gebotsstrategien

Es gibt auch verschiedene Gebotsstrategien, die Unternehmen verwenden können, um ihre Kosten zu kontrollieren. Zum Beispiel können Unternehmen eine maximale Klickrate oder ein Budget festlegen, um sicherzustellen, dass sie ihre Ausgaben im Griff haben.

Die Kosten pro Klick können je nach Branche und Wettbewerb sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel können Unternehmen in stark umkämpften Branchen wie Reisen und Versicherungen höhere Gebote und Kosten pro Klick haben, als Unternehmen in weniger umkämpften Branchen wie Haustierbedarf oder Blumenlieferungen.

Google Ads als laufende Ausgabe

Es ist auch wichtig zu berücksichtigen, dass das Werben per Google Ads eine laufende Ausgabe ist, da Unternehmen in der Regel kontinuierlich Gebote abgeben müssen, um ihre Anzeigen auf der Suchergebnisseite zu platzieren. Daher ist es wichtig, ein realistisches Budget festzulegen und sicherzustellen, dass die Kosten mit den erwarteten Ergebnissen und dem ROI (Return on Investment) übereinstimmen. Durch ein festgelegtes Budget ist Google auch in der Lage, automatisch Gebote für Dich abzugeben, ohne dabei Dein Budget zu überschreiten.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen, das Möbel online verkauft, könnte ein Gebot von 2 € pro Klick auf das Keyword „sofa online kaufen“ festlegen. Wenn die Anzeige bei jedem Klick auf das Keyword „sofa online kaufen“ angezeigt wird und das Unternehmen 100 Klicks pro Tag erhält, würde es tägliche Kosten von 200 € haben. Es müsste dann sicherstellen, dass es genügend Conversions erzielt, um einen positiven ROI zu erzielen und die Kosten für die Anzeigen zu rechtfertigen.

Was sind die Vorteile von Google Ads?

Google Ads wird von enorm vielen Unternehmen verwendet, gerade Große setzen auf das Schalten von Google Ads in großem Stil. Denn das Werben über Google hat einige Vorteile, darunter die Folgenden:

  1. Breite Reichweite: Mit Google Ads können Unternehmen ihre Zielgruppe auf der ganzen Welt erreichen, indem sie Anzeigen auf Google-Suchseiten, YouTube und Partnerwebsites schalten.
  2. Gezieltes Targeting: Unternehmen können ihre Anzeigen auf der Grundlage von Standorten, Interessen, Demografien und Suchbegriffen ihrer Zielgruppe gezielt ausrichten.
  3. Budgetkontrolle: Unternehmen können ihr Budget steuern, indem sie Gebote und das tägliche Budget festlegen. Sie können auch ihre Anzeigenkampagnen nach Bedarf anhalten oder fortsetzen.
  4. Messbarkeit: Google Ads bietet umfassende Analysen und Berichte, um die Leistung Ihrer Anzeigen zu verfolgen und zu optimieren. Sie können sehen, wie viele Klicks, Impressionen, Conversions und Kosten Ihre Anzeigen generieren.

Für welche Unternehmen lohnen sich Google Ads?

Google Ads ist für Unternehmen jeder Größe und Branche geeignet, aber es ist besonders für Unternehmen, die eine Online-Präsenz aufbauen möchten und eine effektive Möglichkeit suchen, ihre Zielgruppe zu erreichen.

Bevor Du eine Google Ads Kampagne erstellst

Bevor Du Deine erste Google Ad schalten kannst, musst Du erstmal wissen, um welche Keywords sich Deine Kampagne drehen soll. Dieses Keyword spiegelt den Suchbegriff/die Suchintention der potenziellen Kunden wider. Also einfach gesagt: Was geben Personen, welche potenziell vorhaben, Dein Produkt zu kaufen, in die Suchleiste von Suchmaschinen ein? Das richtige Keyword für Deine Seite oder Produkte kannst Du gut über Tools wie Ubersuggest herausfinden.

Wenn Du Dir bei der Keywordrecherche nicht sicher bist, dann ließ Dir doch noch einmal den Abschnitt über die Keywordrecherche in unserem Ratgeber über SEO für Onlineshops durch. Außerdem benötigst Du vorher ein Google Ads Konto. Dieses lässt sich relativ schnell erstellen, Du benötigst aber eine gültige E-Mail-Adresse und im besten Fall auch eine Website zu Deinem Unternehmen. Ein Google Ads Konto kannst Du hier erstellen.

In 4 Schritten zur ersten Google Ad

Wenn Du erstmal weißt, wie es funktioniert, dann ist das Erstellen einer Google Ads Kampagne gar nicht mehr so schwer. In den folgenden Abschnitten erklären wir Dir ganz genau, welche Schritte Du gehen musst und was bei den Einzelnen zu beachten ist.

Schritt 1: Den Kampagnentyp auswählen

Um eine Google Ads Kampagne zu erstellen, gehst Du in Dein Google Ads Dashboard. Hier wählst Du links den Punkt „Kampagnen“ aus. Sobald Du welche erstellt hast, werden hier Deine Kampagnen in der Übersicht angezeigt. Um eine Neue zu erstellen, klickst Du auf den blauen Button mit dem Plus über der Kampagnenauflistung.

Die Kampagnenübersicht im Google Ads Manager.

Als Nächstes wirst Du dazu aufgefordert, ein Ziel für Deine Google Ads Kampagne auszuwählen. Die verfügbaren Ziele sind beispielsweise Umsätze, Leads oder Zugriffe auf die Website. Die Wahl eines Ziels wirkt sich nicht direkt auf die Performance der Kampagne aus, aber auf die Empfehlungen, welche Google Dir immer wieder geben wird. Dementsprechend ist es auch kein Muss, ein Ziel für Deine Ads Kampagne auszuwählen. Danach sollst Du einen Kampagnentyp auswählen.

Der Bildschirm, welcher angezeigt wird, wenn man einen Kampagnentyp auswählen soll. Es stehen  „Suche“, „Kampagne für maximale Performance“, „Display“, „Shopping“, „Video“, „App“, „Smart“ und „Discovery“ zu Auswahl.

Nun kannst Du zwischen verschiedenen Kampagnentypen für Deine Google Ads wählen. Zur Auswahl stehen „Suche“, „Kampagne für maximale Performance“, „Display“, „Shopping“, „Video“, „App“, „Smart“ und „Discovery“. In diesem Ratgeber werden wir Dir die Erstellung von Google Ads Kampagnen anhand einer Suchkampagne erklären, in dem folgenden Abschnitt erläutern wir aber auch noch kurz, welche Kampagnenarten wofür verwendet wird.

Google Suchkampagne

Mit Google Ads Suchkampagnen können Deine Anzeigen im gesamten Suchnetzwerk von Google platziert werden. So kannst Du perfekt die Nutzer erreichen, die sich auch für Dein Produkt interessieren. Suchanzeigen werden in Textform angezeigt und ähneln optisch den organischen Suchergebnissen, werden je nach Gebot und Einstellung meist aber über diesen angezeigt.

Ein Beispiel für ein gesponsertes Suchergebnis. In diesem Beispiel wurde eine Ad von Zalando gewählt.

Die Suchkampagne eignet sich besonders gut, um mehr Zugriffe auf Deine Website zu erhalten, mehr Leads zu generieren und insgesamt den Umsatz zu steigern. Generell eignen sich Suchkampagnen bei Google Ads auch sehr gut als Werbung, wenn der Werbetreibende noch wenig Erfahrung in diesem Bereich hat.

Googles Kampagne für maximale Performance

Googles Kampagnen für maximale Performance (Performance-Max-Kampagnen) basieren auf einem der Zielvorhaben, welche am Anfang der Kampagnenerstellung ausgewählt werden können. Ausnahmsweise ist es für diese Kampagnenstrategie also doch zwingend, ein Zielvorhaben auswählen.

Das Besondere an Performance-Max-Kampagnen ist, dass sie alle anderen Kampagnentypen bündeln und bei jeder Ausspielung neu entscheiden, wie die Anzeige aussehen soll. Performance-Max-Kampagnen sind einfach einzurichten und zu pflegen, da sie sich nach der Aktivierung kontinuierlich selbst optimieren.

Google Displaykampagne

Mit Displaykampagnen können Nutzer, welche von Google als relevante Zielgruppe für Dein Produkt angesehen werden, durch ansprechend designte Anzeigen angesprochen werden. Diese Anzeigen werden im gesamten Werbenetzwerk von Google ausgespielt, also auf einer Vielzahl an Websites, darunter YouTube, Google News, Blogs und viele mehr.

Displaykampagnen bieten eine besonders große Reichweite und ermöglichen es Werbetreibenden, ihre Zielgruppen auf verschiedenen Websites anzusprechen und gleichzeitig auch die allgemeine Markenbekanntheit zu steigern. Mit Google Displaykampagnen kannst Du Anzeigen in verschiedenen Formaten schalten, wie beispielsweise Text-, Banner- und auch Videoanzeigen.

Ein Beispiel für eine Displayad. In diesem Beispiel ist die Ad von Rewe.

Um eine erfolgreiche Displaykampagne zu erstellen, sollten Sie Ihre Zielgruppe, Ihre Ziele und das Budget genau definieren. Sie können auch verschiedene Targeting-Optionen verwenden, wie z. B. demografische Merkmale, Interessen, Verhaltensweisen und Standorte, um sicherzustellen, dass Ihre Anzeigen an die richtigen Personen ausgeliefert werden.

Google Shoppingkampagne

Google Shoppingkampagnen zielen darauf ab, Anzeigen für Produkte in den Suchergebnissen von Google zu schalten, sowohl in den Shopping-Anzeigen, als auch auf der SERP (Search Engine Result Page). Diese Kampagnen ermöglichen es Werbetreibenden, ihre Produkte mit Produktbildern, Preisen und anderen relevanten Informationen zu bewerben.

Shoppingkampagnen verwenden ein sogenanntes Produkt-Feed, um die Informationen über die Produkte an Google zu übermitteln. Diese Feed-Daten umfassen Details wie Produktname, Beschreibung, Preis, Bild und Verfügbarkeit.

Ein Beispiel für die Shoppingergebnisse bei Google.

Um eine erfolgreiche Shoppingkampagne zu erstellen, solltest Du sicherstellen, dass Ihre Produkt-Feed-Daten aktuell und vollständig sind. Shopping Anzeigen bei Google Ads sind insbesondere für Einzelhändler und E-Commerce-Unternehmen von Interesse, da sie dazu beitragen können, gezielt den Verkauf von einzelnen Produkten zu steigern und potenzielle Kunden auf Deine Website zu bringen.

Google Videokampagnen

Mit Google Videoanzeigen kann Werbung in Form von Videos auf YouTube oder einer anderen Website geschaltet werden. Die Leistung und Ausrichtung der Kampagnen hängt hier maßgeblich von den verwendeten Videos ab. Sollen die Inhalte dafür sorgen, dass mehr Verkäufe erzielt werden, kannst Du ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Werbung hervorheben. Soll die Markenbekanntheit gesteigert werden, dann sollte in den Video-Ads auf die Firma oder die Marke eingegangen werden.

Google App Kampagnen

Mit App Kampagnen können, wie der Name es schon sagt, mehr potenzielle Nutzer auf Deine App aufmerksam gemacht werden. Diese Kampagnen verwenden automatisierte Technologien, um Ihre App-Anzeige auf verschiedenen Google-Plattformen zu platzieren, darunter Google Suche, Google Play, YouTube und das Google Display-Netzwerk.

Um eine erfolgreiche App-Kampagne zu erstellen, musst Du sicherstellen, dass Deine App im Google Play Store oder im Apple App Store verfügbar ist. Du kannst dann verschiedene Targeting-Optionen verwenden, um sicherzustellen, dass Deine App-Anzeigen an die richtigen Personen ausgeliefert werden, basierend auf Faktoren wie Standort, Interessen und demografischen Merkmalen.

Google App-Kampagnen können besonders nützlich sein, um die Bekanntheit und Installationszahlen Deiner mobilen App zu erhöhen und die User-Base zu erweitern. Bei dieser Kampagne werden automatisch Daten aus der App verwendet, um die Anzeigen für die einzelnen Nutzer zu optimieren.

Smarte Google Kampagnen

Smarte Kampagnen bei Google werden erstellt, indem Du Deine Anzeigen, Zielgruppen und das Budget angibst. Dann lässt Du Google die Arbeit erledigen, um Deine Anzeigen automatisch zu optimieren und sie auf verschiedenen Google-Plattformen auszuliefern, z. B. auf Google Suche, Google Display-Netzwerk und YouTube.

Smarte Kampagnen sind besonders nützlich für kleine Unternehmen und Werbetreibende mit begrenzten Ressourcen, da sie Zeit und Aufwand sparen können, indem sie automatisch das Targeting und die Anzeigenoptimierung durchführen.

Google Discovery Kampagnen

Google Discovery-Kampagnen haben das Ziel, Nutzer auf verschiedenen Google-Plattformen zu erreichen, darunter YouTube, Gmail und Google Discover. Die Kampagnen ermöglichen es Werbetreibenden, Anzeigen mit visuellen Elementen wie Bildern, Videos und Grafiken zu schalten, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen.

Discovery-Kampagnen verwenden automatisierte Technologien und maschinelles Lernen, um die Zielgruppe zu analysieren und relevante Anzeigen auszuliefern, basierend auf Faktoren wie Interessen, Verhaltensweisen und demografischen Merkmalen.

Um eine erfolgreiche Discovery-Kampagne zu erstellen, solltest Du sicherstellen, dass Deine Anzeigen visuell ansprechend sind und eine klare Botschaft vermitteln. Du kannst auch verschiedene Targeting-Optionen verwenden, um sicherzustellen, dass Deine Anzeigen an die richtigen Personen ausgeliefert werden.

Discovery-Kampagnen sind insbesondere für Werbetreibende interessant, die ihre Zielgruppe auf verschiedenen Google-Plattformen erreichen und ihre Marke oder Produkte einem breiteren Publikum präsentieren möchten.

Schritt 2: Die richtige Gebotsstrategie wählen

Die Gebotsstrategie Deiner Kampagne gibt an, welches Ziel diese verfolgt. Gebotsstrategien könnten zum Beispiel „Conversions maximieren“, „Klicks maximieren“, „Ziel-CPA“, „Ziel ROAS“ oder „Conversion-Wert-maximieren“ sein.

Nach der Auswahl des Kampagnentyps soll die Gebotsstrategie ausgewählt werden.

Conversions maximieren

„Conversions maximieren“ hat das Ziel, die Anzahl der Conversion-Ereignisse, wie z. B. Käufe oder Anmeldungen, zu maximieren. Dabei wird das Gebot so angepasst, dass es wahrscheinlicher wird, dass Anzeigen an Nutzer ausgespielt werden, die in der Vergangenheit eine Conversion durchgeführt haben oder wahrscheinlich in naher Zukunft eine durchführen werden.

Klicks maximieren

„Klicks maximieren“ hat das Ziel, die Anzahl der Klicks auf eine Anzeige zu maximieren. Hierbei wird das Gebot so optimiert, dass die Anzeige an Nutzer ausgespielt wird, die wahrscheinlich auf die Anzeige klicken werden. Dies kann sinnvoll sein, wenn das Hauptziel der Kampagne darin besteht, Traffic auf eine Website zu generieren oder eine höhere Bekanntheit zu erzielen.

Conversion-Wert-maximieren

„Conversion-Wert-maximieren“ hat das Ziel, den Wert der Conversions zu maximieren. Das passiert z. B., wenn mehrere Produkte in den Warenkorb gelegt werden. Das Gebot wird so optimiert, dass Anzeigen an Nutzer ausgespielt werden, die wahrscheinlich höhere Umsätze oder Gewinne generieren. Diese Strategie ist besonders geeignet, wenn das Hauptziel der Kampagne darin besteht, den Return on Investment (ROI) zu maximieren.

Ziel-CPA

„Ziel-CPA“ (Cost-per-Acquisition) hat das Ziel, die Kosten pro Conversion auf einen bestimmten Wert (Ziel-CPA) zu optimieren. Das bedeutet, dass das Gebot so angepasst wird, dass das gewünschte Ziel-CPA erreicht, während gleichzeitig die Anzahl der Conversions maximiert wird. Hierbei werden historische Conversion-Daten verwendet, um zu bestimmen, wie viel ein Unternehmen bereit ist, für eine einzelne Conversion auszugeben.

Ziel-ROAS

„Ziel-ROAS“ (Return on Advertising Spend) hat das Ziel, den Return on Investment (ROI) zu maximieren, indem das Verhältnis zwischen den Kosten für Google Ads und dem daraus resultierenden Umsatz optimiert wird. Hierbei wird das Gebot so angepasst, dass das gewünschte Verhältnis zwischen Werbekosten und Umsatz (Ziel-ROAS) erreicht wird. Im Gegensatz zur „Ziel-CP“-Strategie, berücksichtigt „Ziel-ROAS“ nicht nur den Wert der einzelnen Conversions, sondern auch die Kosten für Google Ads und die Gesamtrentabilität der Kampagne.

Wenn Du weißt, was Du mit Deiner Kampagne erreichen möchtest, dann sollte Dir die Wahl der richtigen Gebotsstrategie auch nicht mehr schwerfallen. Außerdem kannst Du die Gebotsstrategie jederzeit in der Kampagnenübersicht ändern.

Schritt 3: Die Kampagne strukturieren und Creatives erstellen

Jede Kampagne kannst Du in verschiedene Anzeigengruppen einteilen, welchen wiederum unterschiedliche Ads zugeordnet werden können. Hier kannst Du einteilen, wie Du möchtest. Sinn ergibt zum Beispiel eine Einteilung nach Zielgruppen.

Bei den Anzeigen solltest Du Dich für responsive Ads entscheiden. Bei diesen kannst Du bis zu 15 Anzeigentitel und vier Beschreibungen hinzufügen. Google Ads kombiniert Titel und Beschreibung dann immer so, wie es glaubt, die Anzeige ist für den jeweiligen Nutzer am interessantesten.

Schritt 4: Das Budget festlegen und Tracking aktivieren

Jetzt kannst Du das Budget für Deine Google Ads Kampagne festlegen. Bei dem Budget, welches Du einstellen kannst, handelt es sich immer um ein Tagesbudget. Zu Beginn solltest Du erst einmal mit 10 € oder 20 € anfangen, da die Kampagne hier noch in der Lernphase ist und Google Ads noch nicht genau weiß, welchen Nutzern die Anzeigen im besten Fall angezeigt werden.

Generell solltest Du Dein Budget auch an die Menge der Keywords anpassen, die Du der Kampagne hinzugefügt hast. Nach der Lernphase wird Google Ads Dir eine Empfehlung geben, wie groß Dein Budget ungefähr sein sollte.

Zum Schluss solltest Du sichergehen, dass Du die Conversions auch vernünftig tracken kannst. Oft kannst Du Conversions schon durch Dein Shopsystem relativ genau tracken lassen, ansonsten kannst Du Deine Produkte auch bei Google Analytics und Google Ads hinzufügen.

Die Google Ads Kampagne optimieren

Die Optimierung der Kampagne ist ein stetiger Prozess. Es können jederzeit Titel und Beschreibungen verändert, Keywords hinzugefügt und entfernt oder Budgets und Strategien verändert werden. Nach ca. einer Woche befindet sich die Kampagne nicht mehr in der Lernphase. Google Ads ist dann zu in der Lage, Dir Empfehlungen zu Optimierungen zu geben.

Die Empfehlungen von Google

Der „Empfehlungen“ Bereich im Google Ads Manager bietet Vorschläge zur Optimierung von Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords basierend auf den Leistungsdaten und Zielen der Kampagne. Die Empfehlungen werden von Google Ads automatisch generiert und können beispielsweise Vorschläge zur Anpassung von Geboten, zum Hinzufügen oder Entfernen von Keywords, zur Verbesserung von Anzeigentexten oder zur Optimierung der Zielseite enthalten.

Die Empfehlungen sind in der Regel auf die Verbesserung der Leistung und der Effektivität der Kampagne ausgerichtet. Sie können jedoch auch dazu beitragen, Zeit zu sparen und manuelle Anpassungen zu vereinfachen. Du hast die Möglichkeit, Empfehlungen zu überprüfen, abzulehnen oder zu übernehmen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Empfehlungen immer relevant oder passend für die individuellen Ziele der Kampagne sind und dass manuelle Anpassungen in einigen Fällen effektiver sein können.

Fazit

Das Schalten Deiner ersten Google Ads Kampagne ist gar nicht so schwer. Mit ein bisschen Vorbereitung kannst Du es auch ohne Vorwissen schaffen, eine profitable Google Ads Kampagne auf die Beine zu stellen. Wenn Du das Maximum aus Deinen Kampagnen herausholen möchtest, dann kannst Du Dir die Arbeit auch sparen und eine professionelle Online-Marketing-Agentur engagieren.

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