„Branding“: Was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie Du es im Marketing einsetzen kannst

09.05.2023

Brands oder Marken haben im heutigen Konsumverhalten eine ganz besondere Bedeutung, denn durch ein erfolgreiches Branding haben viele große Unternehmen bereits erreicht, dass die Konsumenten bestimmte Dinge oder Gefühle mit den Produkten einer Marke verbinden.

So verbinden viele Kunden allein durch den Namen oder das Logo einer Marke bereits Assoziationen wie „hohe Qualität“, „faires Preis-Leistungs-Verhältnis“ oder „besonderes Lebensgefühl“ mit Produkten dieser Marke. Dabei ist besonders entscheidend, dass dieser Mechanismus durch bisherige Erfahrungen und Vertrauen in die Marke auch bei Produkten funktioniert, die die Kunden noch gar nicht kennen.

Bestandteile des Marketings, zusammengelegt zu einem Kreuz. Jeder Buchstabe ist ein eigenes Quadrat ausHolz.

Es lohnt sich also, sich genauer anzusehen, wie man eine Marke etabliert und welche Auswirkungen ein erfolgreiches Branding auf die Verbraucher haben kann. Entsprechend beschäftigen wir uns in unserem heutigen Blogbeitrag mit genau diesen Fragen und gehen zunächst der Frage nach, was Branding überhaupt ist.

Was ist Branding? – Kurz gesagt: Der Aufbau einer Marke!

Der Begriff Branding kommt aus der Viehzucht und bezeichnete einen Prozess, bei dem die Viehzüchter ihren Rindern Brandzeichen als Form der Markierung zugefügt haben. Das Ziel dieses Brandmarkung war es, die eigenen Rinder so zu kennzeichnen, dass die Viehzüchter sie leicht wiedererkennen und somit von den Rindern anderer Züchter unterscheiden konnten.

Bei der heutigen Form des Brandings geht es zwar nicht mehr um Brandzeichen auf der Haut von Tieren, der Grundgedanke, einen Wiedererkennungswert zu schaffen, ist jedoch bestehen geblieben und ein zentrales Element moderner Marketingmaßnahmen.

Der Begriff Branding bezeichnet heutzutage einen Prozess im Bereich des Marketings, bei dem es darum geht, eine Marke gezielt aufzubauen und ihr ein bestimmtes Image zu verleihen. Dabei verbindet ein Unternehmen durch gezielte Marketingmaßnahmen bestimmte Botschaften und Emotionen in ihrer Werbung mit der Marke und baut somit in den Vorstellungen der Konsumenten beständig ein bestimmtes Bild von der Marke auf.

Bis sich eine Marke etablieren kann und die Produkte einer Marke von den Konsumenten automatisch mit den gewünschten Eigenschaften assoziiert werden, braucht es in der Regel mehrere erfolgreiche und zusammenspielende Werbemaßnahmen. Entsprechend haben gerade viele größere Unternehmen gezielte Branding-Strategien und setzen in ihrer Werbung verschiedene Elemente (z. B. Slogans, Bilder, Logos) ein, um das Branding ihrer Marke voranzutreiben.

Branding im Marketing – So setzt Du es ideal ein!

Ziel Deines Brandings sollte es sein, mit Deiner Marke eine Art Aushängeschild für Deine Produkte und Dienstleistungen zu kreieren. Sobald ein Kunde das Logo Deiner Marke sieht oder den Namen Deiner Marke hört, sollen bei ihm bestimmte Assoziationen ausgelöst werden.

Die Definition: Deine Marke braucht gezielte Botschaften

Zu Beginn Deines Brandingprozesses solltest Du Dir genau überlegen, wofür Deine Marke steht und welche Assoziationen bei den Kunden ausgelöst werden sollen. Hier ergibt es Sinn, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was unterscheidet mein Unternehmen von der Konkurrenz?
  • Für welche Werte steht meine Marke?
  • Welche Bedürfnisse haben meine Kunden?

Eines Deiner Branding-Ziele sollte es sein, Dich von Deinen Wettbewerbern abzugrenzen. Für viele Produkte und Dienstleistungen besteht auf dem Markt eine große Konkurrenz. Die Konsumenten müssen also entscheiden, ob sie einen Artikel oder eine Dienstleistung lieber bei Anbieter A, B oder C kaufen. Dein Ziel sollte es also sein, Deine Marke so zu branden, dass sie sich von der Konkurrenz abhebt und den Konsumenten zudem positiv im Gedächtnis bleibt.

Eine Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben, besteht darin, Deine Marke mit einem bestimmten Wert zu verbinden. So haben in den letzten Jahren zum Beispiel einige Unternehmen ihre Marken erfolgreich damit gebrandet, für „nachhaltige Entwicklung“ zu stehen und sich dafür einzusetzen.

Die Kunden: Deine Marke sollte sich an Deinen Kunden orientieren

Wenn Du Dich dafür entscheidest, Deine Marke mit einem bestimmten Wert zu verbinden, ist es natürlich wichtig, dass Du einen Wert wählst, der auch Deinen Kunden am Herzen liegt. Letztlich geht es beim Branding schließlich darum, Deine Marke für Deine Kunden attraktiv zu machen. Es macht also Sinn, sich während des Branding-Prozesses intensiv mit den Bedürfnissen Deiner Kunden zu beschäftigen:

  • Warum kaufen die Kunden ein bestimmtest Produkt?
  • Mit welcher Erwartung kaufen die Kunden Dein Produkt?
  • Welches Problem löst Dein Produkt für die Kunden?

Je besser Du die Bedürfnisse und Erwartungen Deiner Kunden verstehst, desto besser kannst Du Deine Marke so ausrichten, dass Deine Kunden sich darin wiedererkennen.

Der Wiedererkennungswert: Deine Marke sollte leicht erkennbar sein

Ein weiteres Ziel, das Du mit Deinem Branding verfolgen solltest, ist das Erschaffen eines Wiedererkennungswerts. Die Kunden sollen beim Anblick Deiner Produkte oder Deiner Werbung direkt erkennen, dass es sich um Deine Marke handelt. Dadurch erreichst Du, dass die Kunden, die positiven Assoziationen, die sie mit Deiner Marke haben, auch auf neue Produkte übertragen, die sie noch gar nicht kennen.

Doch wie erschafft man einen Wiedererkennungswert?

Die simpelste Möglichkeit für die Erschaffung eines Wiedererkennungswerts liegt natürlich darin, ein Logo oder einen Schriftzug zu entwickeln, der als das Zeichen Deiner Marke auf all Deinen Produkten und Websites verwendet wird. Durch diesen „Stempel“ auf dem Produkt haben die Kunden dann die Möglichkeit, das Produkt Deiner Marke zuzuordnen.

Eine elegantere Möglichkeit besteht zum Beispiel darin, allen Deinen Produkten ein ähnliches Design zu verleihen. Ein gutes Beispiel ist hier Coca-Cola: Das Design der Glasflasche, in der die Getränke der Marke Coca-Cola verkauft werden, hebt sich stark von den üblichen Flaschen-Formen ab. Entsprechend ist es für die Kunden ein leichtes, die Flaschen wiederzuerkennen und der Marke zuzuordnen.

Ein Notizbuch, in welchem "Build trust In your BRAND" steht.

Selbstverständlich dauert es eine Weile, bevor eine Marke erfolgreich etabliert und die Marken-Identität auch in der breiten Öffentlichkeit fest verankert ist. Doch es lohnt sich, in ein gezieltes Branding zu investieren. Denn durch den Aufbau eines bestimmten Images für Deine Marke kannst Du neue Kunden für Dich gewinnen. Du kannst Deine neuen und bestehenden Kunden durch den gesteigerten Wiedererkennungswert besser an Dein Unternehmen binden und zudem dafür sorgen, dass sie Vertrauen in Deine Marke – und somit auch in Deine Produkte – aufbauen. Zudem kannst Du Dich durch ein geschicktes Branding von der Konkurrenz absetzen und Dir so einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten. Es gibt also viele gute Gründe dafür, sich genauer mit dem Thema Branding auseinanderzusetzen.

Du hast Fragen zum Thema Branding oder suchst nach Unterstützung für den Branding-Prozess Deines Unternehmens? Dann bist Du bei Visionz genau richtig. Unsere Experten beraten Dich gerne individuell zum Aufbau Deiner neuen Brand.

5 Fragen – 5 Antworten – Rund um’s Branding

Das Thema Branding ist im Bereich des Marketing zwar nicht mehr neu, jedoch tauchen trotzdem immer wieder die gleichen wichtigen Fragen auf. Einige dieser zentralen Fragen wollen wir zum Abschluss unseres Artikels noch beantworten:

1) Was ist der Unterschied zwischen Brand und Marke?

„Brand“ ist die englische Übersetzung für das deutsche Wort „Marke“. Im Marketing werden die beiden Begriffe auch auf Deutsch oft synonym verwendet. Das gilt ebenso für die Pluralformen „brands“ und „Marken“.

2) Womit beschäftigt sich die Markenführung?

In der Markenführung und im Markenmanagement geht es um die Weiterentwicklung von Marken. Denn nach dem anfänglichen Branding, d. h. nach dem Aufbau einer Marke, macht es gerade für größere Unternehmen Sinn, sich auch weiterhin mit ihrer Markenbotschaft und deren Weiterentwicklung zu beschäftigen.

3) Was ist Corporate Branding?

Auch beim Corporate Branding geht es darum, in den Köpfen der Konsumenten ein bestimmtes Bild zu erzeugen. Anders als beim Branding für bestimmte Marken zielt das Corporate Branding aber auf das Branding eines gesamten Unternehmens ab. Es geht also darum, ein Unternehmensimage zu erzeugen, dass die Kunden mit allen Marken, Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens in Verbindung setzen.

4) Kann man ein Produkt branden?

Selbstverständlich kann man auch nur ein bestimmtes Produkt branden. Ist das der Fall, spricht man von „Product Branding“. Da Branding ein relativ aufwendiger Prozess ist, solltest Du bedenken, dass es bei einigen Produkten mehr Sinn ergeben kann, sie gezielt zu branden als bei anderen.

5) Welche Rolle spielt Branding in Marketing-Strategien?

Branding und Marketing haben prinzipiell erstmal zwei unterschiedliche Ziele, gehen aber selbstverständlich miteinander einher. Während es beim Branding um den Aufbau und die Entwicklung einer Marke geht, zielt das Marketing auf die Bewerbung Deiner Produkte ab.

Ein IPad, auf welchem Bestandteile des Marketings aufgezeigt werden.

Damit das ideal funktioniert, solltest Du vor der Bewerbung Deiner Produkte einen Branding-Prozess durchlaufen haben, damit Du bei der Vermarktung Deiner Produkte Bezug auf Deine Marke und ihren Mehrwert nehmen kannst. Durch diesen Einsatz der Marke und ihrer Botschaft in die Werbung, kann man sagen, dass Branding ein zentraler Bestandteil von komplexeren Marketing-Strategien ist.

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