Google (E)EAT: Der Zusammenhang zwischen dem Google-Konzept und Deiner Webseite

08.04.2024

Ein großer Teil aller Webrecherchen beginnt bei Suchmaschinen wie Google: Die Nutzer setzen darauf, dass die Suchmaschinen ihre Anfragen mit passenden Suchergebnissen beantworten und sie so zielgerichtet zu der Website führen, die die Antworten auf Ihre Fragen enthalten.

Während Suchmaschinen aus Nutzersicht einfach und intuitiv zu bedienen sind, stehen hinter der Suchfunktion eine ganze Reihe von Algorithmen und Richtlinien, auf deren Grundlage die potenziellen Ergebnisse jeder Suchanfrage analysiert und für die Suchergebnisse gerankt werden. So wird sichergestellt, dass die Webseiten, die in den Suchergebnislisten auftauchen, relevante und seriöse Inhalte enthalten und den Suchenden zufriedenstellen. Ist der Suchende mit den Suchergebnissen einer Suchmaschine (vermehrt) unzufrieden, besteht die Gefahr, dass er zu einer anderen Suchmaschine abwandert. Dies gilt es aus Sicht der jeweiligen Suchmaschinenbetreiber selbstverständlich zu vermeiden.

Ein Symbolbild für Google E E A T.

Wenn Du schon einmal versucht hast, in verschiedenen Suchmaschinen eine Suche mit exakt der selben Suchanfrage zu starten, wirst Du bemerkt haben, dass die Suchergebnisse der Suchmaschinen nicht (immer) identisch sind. Das liegt daran, dass die verschiedenen Suchmaschinen jeweils eigene Algorithmen, Richtlinien und Konzepte für die Auswahl und das Ranking ihrer Suchergebnisse verwenden. In unserem heutigen Blogbeitrag wenden wir uns mit Google einer der wohl bekanntesten Suchmaschinen zu, gehen auf das (E)EAT-Konzept von Google ein und geben Dir ein paar wichtige Tipps dazu, wie Du Deine Webseite so optimieren kannst, dass sie den EEAT-Anforderungen entspricht. Gerne übernehmen wir von Visionz auch die Planung, Erstellung oder Überarbeitung Deiner Seite, Deines Shops oder einzelner neuen Inhalte, melde dich einfach hier für ein erstes unverbindliches Gespräch!

Google (E)EAT: Ein Konzept zur Beurteilung von Webseiten

Als eine der größten und wohl erfolgreichsten Suchmaschinen sorgt auch Google mit einer Vielzahl von Maßnahmen dafür, dass ihre Suchmaschinennutzer zufriedenstellende Ergebnisse erhalten.

So hat Google mit RankBrain zwar bereits eine künstliche Intelligenz, die sehr gut darin ist, inhaltlich relevante Webseiten zu einer bestimmten Suchanfrage zu finden, will deren Algorithmen jedoch stetig weiterentwickeln und setzt dazu u.a. auf die Evaluation durch Menschen nach bestimmten Qualitätsrichtlinien. Teil von Googles Richtlinien für Evaluatoren zur Bewertung der Qualität, auf deren Basis die sogenannten Quality Raters die Webseiten bewerten sollen, ist das EEAT-Konzept.

Das EEAT-Konzept, das die Quality Rater zur Bewertung der Ergebnisse von RankBrain verwenden, basiert auf vier Faktoren: Experience, Expertise, Authority und Trustworthiness. Die Analyse von Webseiten auf Basis dieser vier Elemente soll dazu dienen, die von RankBrain gefundenen thematisch relevanten Seiten danach zu bewerten, wie qualitativ diese sind.

Das EEAT-Konzept war bis 2022 noch als EAT-Konzept bekannt. Das liegt daran, dass Google sich erst 2022 dazu entschieden hat, mit der Experience (dt: Erfahrung) einen weiteren Faktor in seine Richtlinien für Evaluatoren aufzunehmen, sodass Webseiteninhalte nun nach den folgenden vier Kriterien bewertet werden:

E wie Experience

Hinter dem englischen Begriff Experience versteckt sich die Frage, inwiefern der Autor einer Webseite tatsächlich konkrete Erfahrungen mit dem Thema gemacht hat, das er auf seiner Seite behandelt. Diese Frage kann man sowohl grundsätzlich auf den Inhalt der Webseite beziehen, ist aber u.a. dann besonders spannend, wenn auf der Webseite Produkte oder Dienstleistungen angeboten bzw. beworben werden.

Die Quality Raters versuchen also nachzuvollziehen, inwiefern der Inhalt der Webseite auf persönlichen Erfahrungen des Autors beruht. Zu diesen Erfahrungen würde es u.a. zählen, wenn der Autor ein beworbenes Produkt selbst verwendet hat oder wenn er z.B. über einen Ort schreibt, den er selbst nachweislich besucht hat.

E wie Expertise

Das zweite E in EEAT steht für die Expertise des Autors. Hier prüfen die Quality Raters also, ob der Autor so etwas wie Expertenwissen zu dem Thema hat, das auf der Webseite behandelt wird.

Ein klassisches Beispiel für ein Expertenwissen wäre es z.B. wenn eine Webseite, auf der medizinische Phänomene und Krankheiten behandelt werden, von einem Arzt betrieben würde. Dieser hat auf Grund seiner Ausbildung und seiner alltäglichen Arbeit als Arzt ein breites Wissen zu medizinischen Themen und kann dieses im besten Fall nicht nur als theoretisches Wissen, sondern darüber hinaus auch als Handlungswissen weitergeben.

A wie Authority

Ein weiterer Aspekt, nach dem die Quality Raters die Ergebnisse analysieren, ist die Frage danach, ob die Webseite von einer Authority, d.h. einer Autorität betrieben wird bzw. ob Inhalte der Autorität auf der Webseite verwendet werden.

Unter einer Autorität versteht man eine Person oder eine Institution, die in einem bestimmten Bereich als Experte anerkannt ist. Autoritäten verfügen also nicht nur über die notwendige Expertise, sondern gelten darüber hinaus auch als Personen oder Institutionen, auf deren Empfehlungen man sich verlassen kann. Mit dieser Erwartung geht selbstverständlich ein hoher Wahrheitsanspruch an die sogenannten Autoritäten einher.

T wie Trustworthiness

Der letzte Buchstabe aus dem Akronym EEAT steht für Trustworthiness, also für die Vertrauenswürdigkeit des Autoren und seiner Webseite.

Letztlich zahlen die anderen drei Faktoren – Experience, Expertise und Authority – bereits auf die Vertrauenswürdigkeit einer Seite ein: Erfahrungen und Expertenwissen sind zwei Elemente, auf denen Vertrauen beruht. Dennoch wird dieser Aspekt von den Quality Raters nochmals separat geprüft, um – u.a. auch auf Basis der ersten drei Faktoren – eine Gesamteinschätzung dazu geben zu können, wie vertrauenswürdig der Inhalt einer Webseite ist.

Hier werden die Bedeutung und Zusammenhänge der einzelnen Bestandteilen von Google Eat erklärt.

Google EEAT und SEO: Was Du aus dem Konzept für Deine Webseite mitnehmen kannst

Grundsätzlich ist es uns erst einmal wichtig festzuhalten, dass Google angibt, dass EEAT kein Rankingfaktor ist, nachdem Webseiten für die Suchergebnislisten der Suchmaschinen gerankt werden. Gleichzeitig sollte aber klar sein, dass Webseiten, die dem EEAT-Konzept entsprechen auch von Deiner potenziellen Zielgruppe als qualitativ hochwertiger wahrgenommen werden als Webseiten ohne die EEAT-Komponente.

Nutzer, die auf Deiner Webseite landen, werden sich unterbewusst immer die Fragen stellen, ob sie auf Deiner Webseite die Information finden, die Sie benötigen und ob es sich bei Deiner Webseite um eine Quelle handelt, an der sie sich orientieren können. Das Element der Vertrauenswürdigkeit, auf die ja auch die anderen drei EEAT-Komponenten einzahlen, spielt also auch für Deine Nutzer eine wichtige Rolle.

Entsprechend lohnt es sich, sich bei der Gestaltung einer Webseite an den Ideen von EEAT zu orientieren. Das kannst Du zum Beispiel tun, indem Du die folgenden drei Dinge berücksichtigst:

1. Mach‘ Deine Expertise transparent!

Ein wichtiges Element in EEAT ist der Expertenstatus des Autors und auch für die Nutzer Deiner Webseite wirkt es vertrauensfördernd, wenn Du Deine Expertise oder Deine persönliche Erfahrung mit dem Thema offenlegst.

Das kannst Du zum Beispiel tun, indem Du eine ausführliche „Über uns“-Seite an einer prominenten Stelle auf Deiner Webseite einbindest oder indem Du direkt unter Deinen Artikel ein Kurzprofil des jeweiligen Autors einfügst. In jedem Fall solltest Du es Deinen Nutzern ermöglichen, nachzuvollziehen, wer hinter den Informationen, Tipps oder Empfehlungen steht, die sie auf Deiner Webseite finden. Hast Du an bestimmten Inhalten gemeinsam mit (anderen) Experten gearbeitet, solltest Du auch das transparent machen.

2. Achte auf die Qualität und die Aktualität Deiner Inhalte!

Damit der Inhalt Deiner Webseite qualitativ hochwertig ist und bleibt, solltest Du beim Verfassen Deiner Inhalte großen Wert auf die Quellen setzen, mit denen Du arbeitest. Im Idealfall solltest Du diese außerdem wieder für Deine Nutzer transparent machen, um sie nachvollziehen zu lassen, auf welchen Informationen Deine Webseite basiert.

Ganz wichtig ist außerdem, darauf zu achten, dass Deine Inhalte auch aktuell bleiben. Je nachdem, in welchem Themenbereich Du aktiv bist, kann sich der „aktuelle Stand der Dinge“ zum Teil recht schnell ändern. Achte also darauf, Deine Webseite regelmäßig auf Aktualität zu prüfen und Deine Inhalte bei Bedarf zu aktualisieren. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, auch immer das letzte „Änderungsdatum“ mit anzugeben, damit Deine Kunden die Aktualität der Informationen selbst einschätzen können.

3. Kreiere eine gute Page-Experience für Deine Nutzer!

Ein weiteres wichtiges Element für die Trustworthiness Deiner Webseite ist die Page-Experience, die Deine Nutzer auf Deiner Webseite machen. Denn das Vertrauen in eine Webseite basiert nicht nur auf dem Status des Webseitenbetreibers, sondern auch auf weiteren Faktoren. So spielen auch die Gestaltung Deiner Webseite sowie einige technische Faktoren eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung der Nutzer. Dazu gehören u.a. auch Themen wie die Ladezeiten und die Stabilität Deiner Webseite.

Hier wird aufgezeigt, wie man Google Eat für die eigene Website verwendet.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du Deine Webseite so gestalten kannst, dass Deine Nutzer eine gute Erfahrung machen, lies gerne auch unseren Blogbeitrag über die User Experience.

5 Fragen – 5 Antworten: Rund um Google EEAT!

In unserem heutigen Blogbeitrag sind wir zunächst einmal auf die Grundlagen von Google EEAT eingegangen. Selbstverständlich könnte man jedoch noch einiges mehr zu dem Konzept festhalten. Aus diesem Grund wollen wir zum Abschluss dieses Beitrags noch auf fünf wichtige Fragen zu dem Konzept eingehen:

1) Spielt Google EEAT für alle thematischen Bereiche eine Rolle?

In diesem Blogbeitrag haben wir uns darauf beschränkt, erst einmal die Grundgedanken von EEAT zu beschreiben. Daraus ist vielleicht schon deutlich geworden, dass sich das EEAT-Konzept grundsätzlich auf Inhalte aus allen Themengebieten anwenden lässt.

Es ist jedoch richtig, dass Google in seinen Richtlinien einige Themengebiete benannt hat, die die Quality Raters besonders sensibel betrachten sollen und für die also ein besonders hoher Qualitätsstandard gilt. Dabei handelt es sich um die sogenannten YMYL-Themen.

2) Was sind YMYL-Themen?

Das Akronym YMYL steht für „Your Money, Your Life“ und fasst damit alle Themen zusammen, die einen schwerwiegend Einfluss auf das Leben und die Finanzen der Nutzer haben können. Dazu zählen unter die Themengebiete Gesundheit, Recht und Zivilgesellschaft und Finanzen. Doch auch weitere Themen, die große Auswirkungen auf das Leben des Nutzers haben können wie z.B. Ernährung oder Karriere sowie Nachrichten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gehören dazu.

Diese Themenbereiche gelten deshalb als besonders sensibel, weil Falschinformationen in diesen Bereichen massive Auswirkungen auf das Wohlergehen der Nutzer haben könnten.

3) Sind Google EAT und Google EEAT zwei unterschiedliche Konzepte?

Nein, Google EAT und Google EEAT sind keine unterschiedlichen Konzepte. Vielmehr ist es so, dass es sich bei Google EEAT um die Erweiterung des vorherigen Konzepts Google EAT handelt. Im Jahr 2022 wurde das alte Konzept um den Faktor „Experience“ ergänzt, wodurch das Akronym EAT um ein weiteres E zu EEAT ergänzt wurde.

4) Was sind die Google Webmaster Guidelines?

Bei den Google Webmaster Guidelines handelt es sich um eine Sammlung von Best Practices, die heute eher unter dem Namen Google Search Essentials bekannt sind.

Google empfiehlt den Betreibern oder Besitzern von Webseiten, sich an diesen Best Practices zu orientieren, damit die Suchmaschine von Google die Webseite finden, crawlen und für die Suchergebnislisten einstufen kann.

5) Muss ich meine Webseite für EEAT optimieren?

Wie wir bereits in unserem Blogbeitrag geschrieben haben, ist EEAT kein Rankingfaktor für Google. Es ist also erstmal nicht davon auszugehen, dass eine Optimierung Deiner Seite nach EEAT dafür sorgt, dass Du auf einmal ein deutlich besseres Ranking in den Suchergebnissen erzielst. Allerdings ist der Grundgedanke von EEAT nicht nur aus Sicht der Suchmaschinen, sondern vor allem auch aus Sicht Deiner Nutzer relevant. Und das Nutzerverhalten wiederrum beeinflusst maßgeblich Dein SEO. Daher empfehlen wir Dir, Deine Webseite für EEAT zu optimieren und dabei stets Deine Nutzer und deren Bedürfnisse im Hinterkopf zu behalten. Wenn Du dabei noch Unterstützung benötigts, dann zögere nicht, Dich bei uns für ein unverbindliches Erstgespräch anzumelden!

Weitere Artikel

ChatGPT und SEO: Ist das eine sinnvolle Kombination?

ChatGPT und SEO: Ist das eine sinnvolle Kombination?

Der Begriff künstliche Intelligenz (KI) ist bereits seit einer ganzen Weile in aller Munde und wird heiß diskutiert: Während die einen in den modernen Technologie eine große Chance sehen, sorgen sich die anderen vor möglichen Risiken. Spätestens seit der...

Warum SEO?

Warum SEO?

Warum ist SEO so wichtig? (Statistiken) Schauen wir uns einmal an, welche Kanäle im Online Marketing am wichtigsten sind und ziehen einfach einmal ein paar Statistiken heran.  Quelle: Databox Hier wurden Marketing-Experten befragt, welcher Marketing-Kanal die...

Du willst mehr aus deinem Onlineshop rausholen?